Paradigmenwechsel in der Photovoltaik

Photovoltaik lohnt sich, und das in mehrfacher Hinsicht. Sie sparen Geld, schützen die Umwelt und erzeugen Ihren eigenen Strom, dezentral und unabhängig. Dazu müssen Sie den Solarstrom, den Ihre Anlage produziert, nur selbst nutzen.




Immer mehr Elektrogeräte sind in deutschen Haushalten zu finden. Viele Menschen spielen mit dem Gedanken, für den nächsten heißen Sommer eine Klimaanlage zu installieren, oder planen den Umstieg auf ein Elektroauto. Vielleicht soll es auch nur ein zweiter Computerbildschirm, ein Tablet oder ein E-Book-Reader sein. Das bedeutet einen deutlichen Anstieg des Strombedarfs. Entsprechend aufgeschlossen sind viele Hausbesitzer der Solarenergie gegenüber, bietet sie doch eine Möglichkeit, den Strombedarf kostengünstig und gleichzeitig umweltverträglich zu decken.


Mehr als anderthalb Millionen Solaranlagen wurden in Deutschland mittlerweile installiert und in Betrieb genommen. Das allgemeine Interesse an Photovoltaik wächst stetig, doch stellt sich für viele zunächst die Frage nach der Wirtschaftlichkeit einer eigenen Anlage. Das ist verständlich. Die Investition ist groß, und dass die Vergütung für das Einspeisen überschüssigen Solarstroms ins öffentliche Netz gesenkt wurde, trägt ebenfalls zur Verunsicherung vieler Interessenten bei.


Sparen mit eigenem Solarstrom


Die gute Nachricht ist, dass sich Photovoltaik finanziell nach wie vor lohnt, nur in anderer Form als noch vor einigen Jahren. Denn nachdem die Einspeisevergütung gesenkt wurde, hat im Bereich der Photovoltaik gewissermaßen ein Paradigmenwechsel stattgefunden: Wo bislang mit einer möglichst großen Solaranlage ausschließlich Strom ins Netz eingespeist wurde, um durch die Einspeisung Gewinn zu erzielen, setzt man heute auf zwei Säulen der Wirtschaftlichkeit.


Die erste dieser Säulen stellt nach wie vor die Einspeisevergütung dar, die auch weiterhin zur Rentabilität einer Solaranlage beiträgt. Die zweite Säule heißt Eigenverbrauch. Diese Säule ist die entscheidende, doch haben Sie es hier selbst in der Hand, das Potenzial Ihrer Anlage auszuschöpfen, das heißt: den erzeugten Solarstrom in größtmöglichem Umfang selbst zu nutzen und den Zukauf von Netzstrom zu vermeiden.


Hier bietet es sich beispielsweise an, große Energieverbraucher wie Waschmaschine, Spülmaschine, Staubsauger und Bügeleisen in der Mittagszeit einzuschalten und sie mit dem Strom zu betreiben, den Ihre Anlage gerade produziert. Die Umstellung auf die neuen Nutzungsgewohnheiten mag ein wenig Zeit erfordern, lohnt sich aber merklich: Der Eigenverbrauch kann so signifikant erhöht werden – und damit Ihre Ersparnis.


Solarstrom flexibel nutzen


Die einfachste Möglichkeit, einen größeren Anteil Ihres Solarstroms selbst zu nutzen, besteht in der Kombination der Photovoltaikanlage mit einem Batteriespeicher. Dieser speichert den gerade nicht benötigten Strom, so dass er zu einem späteren Zeitpunkt genutzt werden kann, beispielsweise in den Abendstunden für Licht, Herd und Spülmaschine. Ihr Eigenverbrauchsanteil kann so in einigen Fällen auf ca. 75 Prozent erhöht werden. Sie müssen die Entscheidung, ob Sie Ihre Photovoltaikanlage mit einem Speicher verbinden möchten, nicht überstürzen: Speichersysteme sind flexibel und können auch nachträglich hinzugefügt oder je nach Modell um zusätzliche Speichermodule erweitert werden. So können Sie nachjustieren, sollte sich Ihr Strombedarf durch neue elektrische Geräte signifikant erhöhen.


Darüber hinaus kann Solarenergie nicht nur zur Stromversorgung, sondern auch zur Warmwasserbereitung genutzt werden, indem die elektrische Energie mittels eines Heizstabes in Wärme umgewandelt wird. So speichern Sie Ihren Strom thermisch und verlieren ihn nicht gegen die gemessen an Ihrer Ersparnis geringe Vergütung ans öffentliche Netz. Auch die Kombination aus Photovoltaikanlage und Wärmepumpe ist hochgradig effizient und erhöht Ihren Eigenverbrauch beträchtlich.


Günstiger als gedacht


Da die Größe der Solaranlage nun nicht mehr für die Einspeisung maximiert, sondern lediglich auf Ihren persönlichen Strombedarf ausgerichtet wird, ist mit einer deutlich geringeren Anfangsinvestition zu rechnen. Hinzu kommt, dass sich durch technologischen Fortschritt und Skaleneffekte die Preise für Solarmodule, auf die etwa die Hälfte des Gesamtpreises einer Anlage entfällt, innerhalb der letzten Jahre deutlich gesunken sind.

Umso schneller rechnet sich die Investition, vor allem, wenn ohnehin Umbau- oder Sanierungsmaßnahmen am Dach stattfinden und zusätzlich die Gerüstkosten für die Installation der Photovoltaikanlage eingespart werden. Erscheint Ihnen die Anfangsinvestition dennoch zu hoch, besteht alternativ zum Kauf einer Solaranlage die Möglichkeiten der Pacht. Auch hier lässt sich viel Geld sparen, und das ab dem Datum der Installation.


Fazit


Die Annahme, Photovoltaik sei nicht mehr rentabel, ist bei näherer Betrachtung gänzlich unbegründet. Durch entscheidende Veränderungen in der Art und Weise der Nutzung ist die eigene Solaranlage ungeachtet der gesenkten Einspeisevergütung eine lohnenswerte Investition. Die Ersparnis liegt dabei umso höher, je effizienter der eigene Stromverbrauch organisiert wird, das heißt: je mehr des erzeugten Stroms Sie nicht einspeisen, sondern selbst nutzen. Darüber hinaus gewinnen Sie mit einer Photovoltaikanlage ein hohes Maß an Unabhängigkeit vom Netzstrom. So sind Sie weit weniger stark von den steigenden Kosten betroffen.

Mithilfe unseres Planungstools können Sie Ihr individuelles Projekt ganz bequem online planen und einen Teil Ihres herkömmlichen Netzstroms innerhalb kürzester Zeit geldsparend und umweltschonend durch selbstproduzierte Solarenergie ersetzen. Bei Fragen beraten wir Sie gerne telefonisch und stehen Ihnen auf dem Weg zu Ihrer optimalen Solaranlage fachkundig zur Seite.

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